Exponate

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Gezeitenrechenmaschinen

Wir bewahren einen der ältesten deutschen Computer. Der Gezeitenrechner von 1915, mit dem Ebbe und Flut vorausberechnet werden konnte, wird auch in unserer neuen Ausstellung zu bestaunen sein.

Das scheinbar simple Phänomen von Ebbe und Flut ist bei genauerem Hinsehen äußerst komplex. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten Mathematiker eine verlässliche Methode zur genauen Vorhersage der Gezeiten. Allerdings erforderte sie einen hohen Rechenaufwand. Auf geniale Weise erkannte jedoch William Thomson, der spätere Lord Kelvin, dass sich die arbeitsintensive Berechnung der Gezeitenkurve für jeden Ort auch durch eine analoge Rechenmaschine – also einen mechanischen Computer – durchführen lässt.

Am DSM werden zwei solcher Maschinen bewahrt. Beide wurden in Deutschland gebaut: Die erste 1915, die zweite 1955 in der DDR. Die Maschine von 1915 ist einer der frühesten in Deutschland gebauten Computer. Die Maschinen sind nicht nur deshalb besonders, weil insgesamt nur drei solcher Maschinen überhaupt in Deutschland gebaut wurden, sondern auch, weil weltweit weniger als dreißig stationäre Gezeitenrechner jemals konstruiert worden sind. Nur wenige davon sind erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich.

Historisch wertvolles Kulturgut

Die deutschen Gezeitenrechenmaschinen sind von immensem technik- und wissenschaftshistorischem Wert, allein schon in Bezug auf die Entwicklung von Rechenhilfen, aber auch, weil sie die Besonderheiten des häufig kriegsbedingten Einsatzes von Technik in Deutschland im 20. Jahrhundert widerspiegeln.

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